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Adipositas |
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Starkes Übergewicht, auch als Adipositas bezeichnet, gilt als Zivilisationskrankheit und verursacht gefährliche Folgeerkrankungen. Ungesunde Essgewohnheiten und mangelnde Bewegung sind oft der Ausgangspunkt für eine Adipositas. Pizzen, Burger, Riegel und duftende Backwaren verlocken zum Schlemmen auf allen Wegen. Diese Snacks liefern viel Energie, treiben den Blutzucker in die Höhe, liefern aber wenig Nährstoffe. Ein Teufelskreis, in dem dauerhaft mehr Kalorien aufgenommen werden als verbraucht werden. Dies lässt die Fettzellen wuchern. Die Menschen fahren Auto statt Fahrrad, nehmen den Lift statt der Treppe und sitzen viel zu viel. Größeres Gewicht bedeutet wieder weniger Bewegung - ein klassischer Teufelskreis. Zu allem Überfluss beginnen nun die Fettzellen - insbesondere das Viszeralfett - auch eine Rolle zu spielen. Das Viszeralfett- auch intraabdominales Fett genannt- ist ein besonders übles Fett, da es das Sättigungsgefühl herabsetzt. Es wird auch als "inneres Bauchfett" bezeichnet. Viszeralfett produziert verstärkt das Hormon Leptin. Dieses ist zuständig, dass das Sättigungsgefühl nach einer Mahlzeit einsetzt. Bei dauerhaft erhöhten Werten des Leptins "gewöhnt" sich das Gehirn an das Hormon, sodass die Steuerung der Sättigung nicht mehr funktioniert. Das Viszeralfett geht auch einher mit erhöhter Neigung zu Entzündungen durch die gesteigerte Freisetzung von Zytokinen. Zytokine beeinflussen in der Leber die Produktion von Blutfetten. Höheres Cholesterin und eine Insulinresistenz kann sich entwickeln, was dann potentiell wieder zu Typ-2-Diabetes führt. Fast die Hälfte der Bevölkerung betroffenNach Daten des Robert Koch-Instituts haben 46,6 Prozent der Frauen und 60,5 Prozent der Männer ab 18 Jahren ein Körpergewicht im Bereich von Übergewicht und Adipositas. Erschreckend dabei ist die Tatsache, dass vor allem junge Erwachsene immer dicker werden: Nach Daten des Robert Koch-Instituts sind in Deutschland etwa 15,4 Prozent der Kinder und Jugendlichen von Übergewicht betroffen, 5,9 Prozent haben eine Adipositas. Wo aber beginnt Übergewicht? Und bei welchem Übergewicht beginnt die Adipositas? Übergewicht oder Adipositas? BMI berechnen. Ein Indikator für Übergewicht und Adipositas ist der Body Mass
Index (BMI). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilt
Adipositas in folgende Schweregrade auf:
BMI-Berechnung erfolgt einfach indem man das Körpergewicht durch das Quadrat seiner Körpergröße in Metern teilt. Eine Person mit einer Körpergröße von 1,72 Metern und einer Schwere von 80 Kilo etwa hat einen BMI an der Grenze zur Fettleibigkeit. Ein BMI von 27,04 (80 : (1,72 x 1,72) = 27,04) bedeutet: der BMI liegt hart an der Grenze zur Fettleibigkeit.
Bauchumfang als IndikatorErgänzend wird der Bauchumfang gemessen. Er wird vier Zentimeter über dem Beckenkamm gemessen und durch den Hüftumfang geteilt. Dabei spricht man von Normalgewicht, wenn das Ergebnis unter 0,8 für Frauen beziehungsweise unter 0,9 für Männer liegt. Aber auch der Bauchumfang alleine ist bereits ein Indikator: Bei Frauen gilt ein Bauchumfang von 80 cm, bei Männern von 94 cm als erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ab 88 cm Bauchumfang bei Frauen und 102cm bei Männer gilt das Risiko als stark erhöht. Eine hohe hormonelle Aktivität im Fettgewebe nimmt dann Einfluss auf eine ganze Reihe von biologisch aktiven Molekülen die vom Fettgewebe produziert werden, wie Interleukin-6, das schon erwähnte Leptin, Plasminogen-Aktivator-Inhibitor-1, Resistin, Angiotensin, Adiponektin und Tumornekrosefaktor alpha.
Folgeerkrankungen beim Arzt abklärenBei erhöhtem Body-Mass-Index oder ungünstigem Taille-Hüft-Verhältnis
sollte man einen Termin beim Hausarzt vereinbaren. Er kann Ihnen sagen:
Ursachen für ÜbergewichtViele Gründe können zu Übergewicht und Adipositas führen. Oft sind es mehrere Ursachen, etwa eine hormonelle Störung, genetische Faktoren, psychische Probleme: Einsamkeit, Niederlagen, Partner- oder Jobverlust, Depression. Essen spielt dann eine Rolle als Seelentröster. Übergewicht und FolgenStudien zeigen: Übergewichtige Menschen sind nicht nur einem hohen psychosozialen Leidensdruck ausgesetzt. Sie sind auch anfälliger für Folgeerkrankungen, etwa: |
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