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Das 'richtige' E-Bike wählen


 

E-Bike & Pedelec auswählen

Fahrsicherheit beginnt mit der Auswahl des richtigen E-Bikes/Pedelec. Ein E-Bike/Pedelec mit 60km Reichweite und einem Rahmenakku ist vielfach die falsche Wahl. Schon im Neuzustand sind 60km Reichweite zu wenig, ein etwas älteres Rad reduziert die Reichweite dann schnell auf 30km, was oft schon zum Erreichen der nächsten Kreisstadt/Kleinstadt zu wenig ist. Auch muss ein kleiner Umweg, zusätzlicher Ausflug immer drin sein. Zudem erfordert ein Rahmenakku oft das Laden am Fahrrad, was umständlich, manchmal schwer machbar ist. Ein einfach abnehmbarer Akku lässt sich viel besser laden, hat meist eine größere Kapazität und lässt sich später - wenn ein Akkutausch angesagt ist, meist viel einfacher und günstiger ersetzen. Manche E-Bike Käufer glauben, ein größerer Akku bedeute auch ein schwereres Rad, das ist aber nicht der Fall. Ein größerer Akku macht das Rad nur minimal schwerer. Es ist die Grundausstattung, die das Rad schwer oder leicht handelbar werden lässt.

 

 

 

Ältere, unerfahrene Radler sollten Tiefeinstieg-Räder bevorzugen

Tiefeinstiegräder bieten den Vorteil, dass man in unerwarteten Situationen schnell vom Rad absteigen oder abspringen kann - keine den Absprung hemmende Mittelstange überspringen muss. Diese Räder bieten per se eine geringere Sturzgefahr, da das Bein keinen hohen Rahmen überwinden muss, man beidbeinig zum Stehen kommen kann. Aber auch hier müssen die verschiedenen Situationen - Ampelhalt, Nothalt, normaler Abstieg - vorher geübt werden, am besten auf einem Fahrradübungsplatz.

 

 

 

Welche Kapazität?

300W oder gar 360/500W sollte ein Akku im Kaufzustand schon mindestens aufweisen, 600W ist meist etwas teureren Rädern vorbehalten. Alles andere verdirbt nur den Markt. Man sollte immer dran denken: recht schnell sind vielgenutzte Räder bei der halben Akkukapazität angelangt. Oft haben sogar Discounter-Räder 360 oder 500W Akkus. Lassen Sie sich nicht beeindrucken von Besprechungen in 'Fachzeitschriften', die diese Räder schlecht reden. Es sind meistens hervorragende E-Bikes mit hervorragender Ausstattung für den Preis, oft um 1000 bis 1200€.

 

 

 

Ein 'offener' Gang

Was unerfahrene E-Bike-Fahrer nicht wissen: ein 'offener E-Gang' unterstützt den Fahrer auch über die Maximalgeschwindigkeit des Gangs hinaus, anders ausgedrückt, er hat keine starre Maximalgeschwindigkeit, die nur mit großem Kraftaufwand überschritten werden kann. Nicht nur jugendliche Fahrer wollen aktiv am Fahren teil haben, wollen aktiv in die Pedale treten, wollen einen gewissen Muskelaufbau beim Fahren erleben. Meist ist dies der zweithöchste E-Gang, der keine abrupte Geschwindigkeitsbegrenzung nach oben hat, sondern das aktive 'Mitfahren' erlaubt (manchmal schon bei Discounter-Rädern). Er macht das E-Bike-Fahren erst richtig interessant.

 

 

 

Ikea-Mentalität

Eine Beobachtung, die man auf allen Radwegen dieser Nation machen kann: 50-90% der weiblichen E-Bike Fahrerinnen sind mit falsch eingestelltem Sattel unterwegs. Bei den E-Bike-Verkäufern herrscht die Ikea-Verkaufsmentalität vor: Ist die Ware erst mal über den Tresen, ist sie nichts mehr wert, Müll, den man werfen, misshandeln kann. Ein nachsorgender Kundendienst findet nicht statt. Selbstverständlich müsste mindestens die Sattelhöhe individuell angepasst werden. Selbst dieser Minimal-Kundendienst findet aber nicht statt. Entsprechend sieht man fast nur falsch - meist zu niedrig - eigestellte Damensättel.

 

 

 

Helm mit Interkom

Für Motorradfahrer gibt es sie schon lange: Helme mit Kommunikationseinrichtung. Für Fahrräder erst sehr wenige in noch wenigeren Läden. Dabei erlauben erst solche Helme die Kommunikation beim Fahren, ohne dass man zwingend nebeneinander fahren muss, was auf den meisten Fahrradwegen nicht erlaubt oder gewünscht ist. 

 

 

 
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