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Vollwerternährung |
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Will man sich von der Radikalen-Fänger-Theorie verabschieden und deren Begrifflichkeiten wie "in der Natur bieten Polyphenole den Pflanzen eine Art UV-Schutz..." oder "wirkt Sulforaphan antioxidativ" oder "Polyphenole wirken antioxidativ, sie fangen freie Radikale" vermeiden, muss man ein neues Erklärungsmodell anbieten, das es erlaubt, Krankheiten vorzubeugen, Krankheiten gar nicht erst entstehen zu lasen. Zivilisationskrankheiten, Herz- Kreislauferkrankungen und Typ2-Diabetes, das metabolische Syndrom, Krebs sind in den heutigen westlichen Ländern die vorherrschenden Krankheiten. Allerdings werden nichtübertragbare Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus und Krebs heute weltweit zum Problem.
VollwerternährungPrimäre Vorbeuge gegen Krankheiten muss eine Ernährung sein, die Krankheiten gar nicht erst entstehen lässt und dies ist nach heutigem Wissen eine Vollwerternährung mit bioaktiven Substanzen und Ballaststoffen, sekundären Pflanzenstoffen, Vitaminen, Mineralien. Vollkorngetreide zusammen mit Frischgemüse, Frischkost ist nach heutigem Wissen die beste Garantie gegen Bluthochdruck, schlechte Blutzucker- und Blutfettwerte. Will man darüber hinaus noch etwas für die Gesundheit tun, kann man die Vollwerternährung noch mit Sport und Bewegung ergänzen.
Bioaktive SubstanzenWie im Kapitel 'Freie Radikale' beschrieben, sind es meist nicht einzelne Stoffe, die eine gesundheitsfördernde Wirkung ausüben, sondern meist eine ganze Wirkstoffgruppe in einem Lebensmittel, die günstige Faktoren für die Funktion des Herz-Kreislaufsystem besitzen, gegen Krebs aktiv sind und damit gesundheitsfördernde Ergebnisse bewirken. Bioaktive Wirkstoffe sind oft gesundheitsfördernde Nahrungsinhaltsstoffe ohne direkt ersichtlichen Nährstoffcharakter (nichtnutritive Stoffe), also weder Eiweiß, Kohlenhydrate, Vitamine, Fette, Mineralstoffe noch Spurenelemente. Diese bioaktiven Substanzen fehlen oft in stark verarbeiteten Lebensmitteln. Eine heutige Vermutung lautet daher, dass es diese Minderversorgung in bioaktiven Substanzen ist, die ernährungsbedingte Krankheiten entstehen lässt und nach sich zieht. Viele nichtnutritive Stoffe haben in den letzten Jahren einen gewissen Deutungswandel erlebt, da z.B. Ballaststoffe im Dünndarm nicht verdaut und in ihren Bausteinen resorbiert werden. Gleichwohl ist es eigentlich nicht gerechtfertigt, diese den nichtnutritiven Stoffen zuzurechnen, da Ballaststoffe durchaus einen gewissen Energiebeitrag in Form von kurzkettigen Fettsäuren liefern, die bei der Fermentation im Dickdarm produziert werden. Ebenso erleben etwa Saponine einen Deutungswandel heute (wurden bis vor kurzem noch den Antinutritiven Stoffen zugerechnet Neue Ansicht hier), die früher den Antinutritiven zugerechnet wurden. Hier ist also viel im Fluss, auch zukünftig werden sich noch viele Deutungswandel ergeben. Neue Erkenntnisse der Wissenschaft führen in diesem Sachgebiet zu neuen Bewertungen, die überkommene Begrifflichkeiten fragwürdig werden lassen, gar sinnwidrig werden lassen. Bioaktive Substanzen wirken nur in ihrer Gesamtheit und auch nur über lange Zeiträume. Anders als etwa Arzneimittel garantieren sie jedoch eine Gesundheitsvorsorge, eine Prävention von Krankheit ohne jede Nebenwirkung.
Sekundäre PflanzenstoffeHerz-Kreislauferkrankungen betreffen heute in den entwickelten Ländern fast die Hälfte der Bevölkerung, derzeit müssen zwei Fünftel (40,8 %) der (..) Männer und gut ein Viertel (27,5 %) der (..) Frauen damit rechnen, bis zum Alter von 74 Jahren an Krebs zu erkranken. ( Hier ist eine Statistik über Häufigkeiten verschiedener Krebsarten zu finden. Hier genaue Krebsregisterdaten.) Sekundäre Pflanzenstoffe sind nach heutiger wissenschaftlicher Ansicht ein probates Mittel das Risiko für diese Krankheiten wesentlich zu senken. Flavonoide, Saponine (wurden bis vor kurzem noch den Antinutritiven Stoffen zugerechnet Neue Ansicht hier), Phenole, Polyphenole, Terpene, Terpenoide, Carotinoide, Bitterstoffe, Alkaloide etwa zählen dazu. All diese Stoffe werden heute zu den Nichtnutritiven Stoffen gezählt. Alle diese Stoffe haben gesundheitsfördernde Wirkung und haben Einfluss auf eine Vielzahl von Stoffwechselprozessen in unserem Körper.
BallaststoffeBallaststoffe sind ein wesentlicher Bestandteil von Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchten, Obst und Samen. Sie helfen wesentlich den Blutdruck zu senken, füttern die 'guten' Bakterien in unserem Darm und helfen uns damit, unsere Gesundheit zu erhalten.
Mineralstoffe, SpurenelementeBei Mineralstoffen denken die meisten Menschen an Kalium, Magnesium und Kalzium. Dass wir einen wesentlich größeren Bedarf an Mineral- und Spurenelementen haben, wissen die Wenigsten. Entscheidend ist eine ausrechende Versorgung mit Zink, Selen und selbst Spurenelementen wie Mangan, Kupfer, Molybdän, Chrom und selbst Cobalt. Lithium ist zwar heute noch nicht als Spurenelement anerkannt, scheint aber auch eine wichtige Funktion zu erfüllen. Es werden essentielle Spurenelemente (Iod, Mangan, Kupfer, Selen, Zink, Molybdän, Eisen, Chrom, Cobalt) und nicht-essentielle Spurenelemente (Arsen, Silizium, Bor, Zinn, Nickel, Lithium, Blei), die zum Teil noch fragwürdig sind und deren Funktion noch nicht gesichert sind, unterschieden. Kalium ist bekanntlich der Gegenspieler des Natriums und hilft den Blutdruck zu senken. Verarbeitete Lebensmittel haben oft einen hohen Natrium- und niedrigen Kaliumgehalt. Auch Magnesium spielt eine wesentliche Rolle bei der Regulation des Blutdrucks und hilft uns mit Stresssituationen besser umgehen zu können. Nach neuerem Wissen ist Magnesium auch für gesunden Schlaf extrem wichtig.
VitamineVitamine helfen im Zusammenhang mit allen zuvor genannten Stoffen. Vitamine sind den meisten Menschen als gesundheitsfördernde Stoffe bekannt. Dass auch sie aber nur im Zusammenspiel mit den oben genannte Stoffen ihre gesundheitsfördernde Wirkung besitzen, ist nur Wenigen bewusst. Insbesondere die B-Vitamine und das D3-Vitamin ist in letzter Zeit stärker ins Bewusstsein gerückt.
BewegungBewegung ist das A und O für einen gesunden Körper. Nur wer sich ausreichend bewegt, kann Herz, Kreislauf und Atmung jung erhalten. Muskulatur, Bänder- und Sehnenapparat ist aufs Bewegen aller Gliedmaßen ausgerichtet. Joggen, Walken, Radfahren, Bizepstraining mit Hantel oder Gummibändern, gleichgültig welche Sportart man ausübt, der Körper dankt es. Im Zeitalter der Bequemlichkeit, des Komforts und Luxus glauben viele Menschen auf Sport verzichten zu können, geschwollene Beine, Herz-, Kreislaufkrankheiten, Lungenkrankheiten sind die Folge.
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