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Therapie ausdehnen |
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Sie dachten, Sie wären über den Berg und haben unbedacht wieder alten Lastern gefrönt? Kuchen oder Obsttorte genascht, in der Sommerhitze ein Eis gekostet, konnten leckeren Kirschen nicht widerstehen oder einer anderen süßen Leckerei? Und bemerkten Anzeichen der alten Schreckensherrschaft? Wer eine jahrelange oder jahrzehntelange Candida-Schreckensherrschaft in seinem Darm hinter sich hat, sollte nicht glauben, dass Candida sich durch eine solche Kur so einfach geschlagen gibt. Candida kennt Mittel und Wege sich abzusichern durch Nester und andere Absicherungen, wie in dieser Dissertation beschrieben. Auch wenn man es geschafft hat, Candida zu besiegen, heißt das nicht, dass Candida vollständig aus Ihrem Darm, Leber, Gallenweg, Prostata, Vulvovaginalbereich,... verschwunden ist. "Bei diesen Patienten waren in 90% die Milz, zu je 80% auch die Lunge und die Nieren, in 70% die Leber und in je 50% Herz und ZNS mit Candida befallen" oder "Dabei ergab sich eine Candida-Besiedlung von 55% im Analbereich und von 22% im Nasopharynx"(Nasenrachenraum), "Prostata als Reservoir für Candida glabrata", usw, usf. Auch gilt es zu beachten, "dass in den letzten Jahren allgemein ein zunehmendes Auftreten von Non-Candida-albicans-Spezies wie Candida glabrata, Candida krusei und Candida parapsilosis zu beobachten ist, die inzwischen mehr als die Hälfte alle Candämien verursachen". Wenn Sie einen Arzt finden, systemische Infektionen zu bekämpfen, umso besser. In manchen Fällen sollte "zunächst die Therapie mit antimykotischen Substanzen erfolgen und nur bei Versagen der Therapie eine Entfernung des Erregerreservoirs Gallenblase in Erwägung gezogen werden." Einen Arzt zu finden, der hier wirklich informiert ist, ist überaus schwierig in Deutschland. Ärzte, die uninformiert auf einer Diagnose vor der Behandlung bestehen, überwiegen. Richten Sie sich darauf ein, eine lange Zeit weiter sämtliche beschriebenen Maßnahmen durchzuhalten, zwar nicht so strikt, wie in der Kur, aber immer mal wieder. Unter lange Zeit sollten Sie ruhig ein ganzes Jahr und mehr verstehen. Übrigens werden klinische Studien mit Bakterien oft über Zeiträume von 90 Tagen bis 24 Wochen durchgeführt. Übrigens, bei Kirschen (und Weintrauben und anderen Früchten....) besteht eine andere Gefahr: auf Kirschen direkt vom Baum finden sich immer Hefen. Und Hefen werden nicht vollständig im Magen abgetötet. Erst recht nicht, wenn man viele Kirschen direkt vom Baum isst. Darum: der Versuchung widerstehen, Kirschen direkt vom Baum zu essen. Kirschen immer in einem Beutel sammeln und anschließend gut abwaschen! Wir alle haben sehr unterschiedliche Voraussetzungen und haben womöglich auch die Kur mit unterschiedlicher Ernsthaftigkeit begonnen und durchgeführt. Noch einmal: Der Darm ist ein sehr individuelles Organ. Was bei dem einen nützt, kann bei dem nächsten vollkommen wirkungslos sein. Vieles hängt davon ab, inwieweit man schon vorher versucht hat, ein darmgesundes Leben zu führen. Wie weit man schon vorher versucht hat, Wurst und Fleisch durch Gemüse und Obst zu ersetzen. Um nur ein Beispiel zu bringen. Oder wie weit man schon vorher darauf geachtet hat polyphenolreiches Obst und besonders gesundes Gemüse - z.B. Kohl und rote Beete - zu essen. All dies wirkt sich natürlich auch bei der Kur - in mehrfacher Hinsicht - aus. Bei dem Einen bleibt eine solche Negativ-Episode ein kurzer Ausrutscher, bei dem Anderen hat dies ernsthafte Folgen, er muss womöglich die Kur komplett wieder aufnehmen. Man muss daher sozusagen auch die individuell wirksame Nach-Kur finden, die auf den eigenen Darm zutrifft. Oder womöglich sogar die Kur komplett wieder-aufnehmen. Sie wären bei weitem nicht der Einzige der mehrere Restarts braucht, um die Kur mit der nötigen Ernsthaftigkeit durchzuführen. Für alle, die jetzt verzweifeln und womöglich versucht sind, die Flinte ins Korn zu werfen: Fast alle der hier beschriebenen Maßnahmen tauchen fast identisch in den Longevity-Büchern und Empfehlungen auf! Die Longevity-Szene beobachtet aufs Genaueste, was auf diesen Seiten beschrieben wird und übernimmt größte Teile der Beschreibungen. Und was den Silicon-Valley Multimilliardären recht ist, sollte Ihnen doch billig sein. Auch dies kann ein langwieriger Prozess sein. Ich kann hier nur einige der vermeidbaren Fallgruben aufzählen, die auf diesem Weg lauern und vor ihnen warnen. Das Kirschen-Beispiel soll nur verdeutlichen auf was alles man achten sollte und bedenken sollte, um die Kur wirklich zu einem erfolgreichen Abschluss zu führen. Es geht darum die Candida-Schreckensherrschaft zu unterbrechen, den Eternal Circle, der nur immer tiefer in immer schlimmere Krankheiten führt. Das sollte Ihnen jede Mühe wert sein. Merken Sie sich: wenn Sie ab und an immer noch den Süßes-Heißhunger verspüren, dann haben Sie Candida noch nicht vollständig besiegt. Sie haben zwar Candida zurückgedrängt und die guten Bakterien haben wieder die Oberhand in Ihrem Darm, aber Candida lauert weiterhin auf eine Chance wieder die Macht zu ergreifen. Im Internet finden Sie tausende Seiten mit Tipps gegen den Heißhunger auf Süßes. Lenken Sie sich ab. Bleiben Sie auch in Stresszeiten standhaft. Wenn Sie wirklich schon einige der Folgekrankheiten erlebt haben, wissen Sie, was es zu vermeiden gilt. Und falls nicht, lesen Sie die Seite Folgekrankheiten durch. Dies sind keine leere Drohungen. Zwar müssen nicht sämtliche der beschriebenen Folgekrankheiten auftreten, auch die Reihenfolge in der sie auftreten, steht nicht fest. Aber sie können auftreten und keine davon ist erstrebenswert, keine davon wünscht man seinem schlimmsten Feind. Es kann sogar durchaus sein, dass Sie nie wieder süße Obsttorte oder Kuchen naschen dürfen.
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